GmbH und UG: Statistik 2013

Abweichend von den sonstigen Themenkreisen auf diesem Blog möchte ich – wie bereits die Jahre zuvor – die aktuelle Entwicklungen bei der GmbH und Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)von statistischer Seite her betrachten. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu gewährleisten, ist als maßgeblicher Stichtag der 1.1.2013 festgesetzt.

In der Gesamtstatistik für den Zeitraum 1.1.2012 – 1.1.2013 werden UG und GmbH gemeinsam erfasst, da die Unternehmergesellschaft als sogenannte Mini-GmbH eine Unterform der GmbH darstellt. Hier lässt sich festhalten, dass diese beiden Rechtsformen mit 1.098.222 registrierten Gesellschaften (davon 78.680 UGs) die mit Abstand beliebtest Rechtformen darstellen. Weit abgeschlagen folgt die KG mit 245.727 Gesellschaften auf Platz 2.

Bundesweit wurde bei diesen beiden Rechtsformen ein Wachstum von 2,6% im Vergleich zu 3,0% im Vorjahr registriert. In Bayern gab es in dem Vergleichszeitraum einen moderaten Anstieg um 3,2 % von 182.549 auf 188.464 Gesellschaften. Dies reicht jedoch nicht für den bundesweit ersten Platz. Dieser wird mit 242.619 Gesellschaften nach wie vor von Nordrhein Westfalen okkupiert.

Dennoch gibt es für Münchner Lokalpatrioten einen Grund zur Freude: Zumindest bayernweit gibt es die meisten GmbHs und UGs in dem LG und OLG Bezirk München.

Spezifisch für die einzelnen Rechtsformen lässt sich folgendes festhalten:

GmbH: Diese Rechtsform verzeichnet bundesweit einen Zuwachs von 2,5%, was einen Zuwachs von ca. 27.000 GmbHs bedeutet. Überdurchschnittliche Zuwächse wurden u.a. in Bayern verzeichnet, wobei der höchste Zuwachs in Berlin stattfand. Bemerkenwert ist auch, dass die neuen Bundesländer höhere Zuwachsraten verzeichnen als die alten. Dies lässt sich aber vermutlich durch den niedrigeren Ausgangwert erklären.

Unternehmergesellschaft: Die UG setzt ihren Siegeszug nach wie vor fort, wenn auch nicht mehr mit der gleichen Energie wie die Jahre zuvor. So hat sich das Wachstum von 43% im Vorjahr auf 24,9% reduziert. Knapp unter dem Durchschnitt der bundesweiten Wachstumsraten liegt hierbei Bayern mit 24,7%. Bestandsrückgänge wurden in keinem der Bundesländer verzeichnet.

Interessant ist, dass sich der gesetzgeberische Wunsch, die UG als Alternative zur englischen Limited zu installieren, voll verwirklicht hat. Mit 78.680 UGs ist deren Gesamtbestand nunmehr sieben Mal so groß wie der der Ltd. Zudem ist das Wachstum der UG 2,5 mal größer als die Abnahme der Ltd.