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	<title>Köster Blog&#187; Vorteile UG gegenüber Ltd</title>
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		<title>Interview mit RA Jan Köster zur Mini GmbH: Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)</title>
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		<comments>http://www.koesterblog.com/ug-speziell/interview-mit-ra-koster-zur-unternehmergesellschaft#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 May 2010 19:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Köster</dc:creator>
				<category><![CDATA[UG: speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Interview taz]]></category>
		<category><![CDATA[Vorteile UG gegenüber Ltd]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 08.05.2010 ist folgendes Interview in der taz erschienen:
 
GmbH  zweiter Klasse hebt ab
MINI-GMBH: Seitdem es die  haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft gibt, haben  es  Limited-Gesellschaften nach englischem Recht hierzulande zunehmend  schwerer
VON TILMAN VON ROHDEN
Bisher haben deutschlandweit rund 30.000  Kleinunternehmer ihren Betrieb als Unternehmergesellschaft (UG) im  Handelsregister eintragen lassen. Sehr viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 08.05.2010 ist folgendes Interview in der taz erschienen:</p>
<p><span id="hauptspalte"> </span></p>
<p>GmbH  zweiter Klasse hebt ab</p>
<p>MINI-GMBH: Seitdem es die  haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft gibt, haben  es  Limited-Gesellschaften nach englischem Recht hierzulande zunehmend  schwerer<span id="more-836"></span></p>
<p><strong>VON TILMAN VON ROHDEN</strong></p>
<p>Bisher haben deutschlandweit rund 30.000  Kleinunternehmer ihren Betrieb als Unternehmergesellschaft (UG) im  Handelsregister eintragen lassen. Sehr viele darunter sind  Existenzgründer. Aber auch etablierte kleine Unternehmer wählen diese  Gesellschaftsform zuweilen, schließlich entfällt dann die Haftung mit  dem gesamten Privatvermögen.</p>
<p>Die UG ist eine Sonderform der GmbH. In dieser  ist das Haftungsrisiko auf das Stammkapital von mindestens 25.000 Euro  beschränkt. Eine UG verlangt dagegen nur ein Mindeststammkapital von 1  Euro. Das ist ideal für Existenzgründer oder kleine Unternehmen, die  auch ohne das Kapital einer GmbH solide finanziert sind.</p>
<p>Mit der Reform des GmbH-Rechts, die im November 2008 in  Kraft trat und die UG aus der Taufe hob, setzte ein regelrechter Run auf  die &#8220;Mini-GmbH&#8221; ein. Die Gründe sind nachvollziehbar: Das persönliche  Risiko wie auch die Hürde von 25.000 Euro entfallen.</p>
<p>Die Gründungsformalitäten können auf ein Minimum  beschränkt werden. Das Ausfüllen eines unkomplizierten Formulars, ein  Gang zum Notar sowie geschätzte Kosten in Höhe von rund 200 Euro bei 1  Euro Stammkapital &#8211; und der Geschäftsbetrieb kann in wenigen Tagen  aufgenommen werden.</p>
<p>Allerdings hat dieses Vorgehen  auch Nachteile. &#8220;Das in diesem Szenario benutzte und vom Gesetzgeber  vorgegebene ,Musterprotokoll&#8217; lässt keinen Spielraum. Besonders für  Mehrpersonen-Gründungen wichtige individuelle Regelungen können dort  nicht untergebracht werden&#8221;, gibt Michael Nürnberg von der Industrie-  und Handelskammer Berlin zu bedenken. Dafür sei ein notarieller  individueller Gesellschaftsvertrag notwendig.</p>
<p>Kleinunternehmer,  die eine persönliche Haftung ausschließen wollen, haben nicht erst mit  der Einführung der UG eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene  Rechtsform. Schon seit 2003 kann dieser Personenkreis eine Limited  (Ltd.) nach englischem Recht mit deutscher Zweigniederlassung gründen.  Auch hier beträgt das Mindeststammkapital nur 1 Euro. Allerdings  unterliegen Limiteds binationalem Recht, denn Bilanzierung und  Besteuerung erfolgen nach deutschem Recht. Das macht die Führung einer  Limited nicht gerade einfach und schlägt sich in relativ hohen laufenden  Betriebskosten nieder.</p>
<p>Nicht nur aus diesem Grund  wird die UG von den meisten Fachleuten einer Limited mittlerweile  vorgezogen. &#8220;In 99 Prozent der Fälle rate ich von einer Limited ab&#8221;,  sagt Anwalt Jan Köster, der sich auf die rechtliche Beratung von  Existenzgründern spezialisiert hat. Nur bei Unternehmen, die im Ausland  ihr Geld verdienten, sei eine Limited noch erwägenswert.</p>
<p>Diesem Rat folgen längst nicht alle UG-Gründer. Go  ahead, eine Gründungsagentur für Limiteds und UGs, die sich als  Marktführer bei Limiteds in Deutschland mit rund 24.000 Bestandskunden  bezeichnet, konstatiert: &#8220;Die Limited hat nach wie vor ihre Bedeutung in  Deutschland und stellt den Hauptanteil an unserem Geschäft dar. Eine  Verschiebung von der Limited zur UG ist aber deutlich erkennbar.&#8221; Die  jährlichen deutschen Limited-Gründungen bewegten sich im Unternehmen im  vierstelligen Bereich.</p>
<p>Anwalt Köster ist indes  froh, dass die Boomzeiten für Limited in Deutschland vorbei sind. Es sei  häufig eine nicht unbedingt vertrauenserweckende Klientel, die sich für  eine Limited interessiere. &#8220;An einer UG ist dagegen nichts Anrüchiges  dran&#8221;, so Köster. Er lernt die Gründer oft persönlich kennen, denn als  Moderator einer Xing-Gruppe zum Thema UG lädt er regelmäßig in München  zu einem Stammtisch ein.</p>
<p>Allerdings hat die UG  auch ihre Tücken, so Michael Klose, Geschäftsführer des deutschen  Limited-Verbandes: Jährlich müssen mit 25 Prozent des Gewinns Rücklagen  für den Gläubigerschutz gebildet werden, so lange, bis 25.000 Euro  zusammengekommen sind. Dann kann auf Wunsch die UG in eine klassische  GmbH umgewandelt werden. Kleinste Fehler bei der Gewinnermittlung, so  Klose,  machen die Beschlüsse über die Gewinnausschüttung bereits  nichtig.</p>
<p>Es drohten deswegen Haftungsprobleme, gar  Gerichtsklagen, insbesondere von Insolvenzverwaltern. Eine Limited  dürfe außerdem Sachmittel als Kapital bilanzieren. In einer UG gilt  dagegen: Nur Bares ist Wahres. Wenn eine GmbH errichtet werden soll, sei  eine Limited mit hohen Sachmitteln im Vorteil, weil sie als  GmbH-Stammkapital ausgewiesen werden könnten. &#8220;Ich plädiere für eine  differenzierte Betrachtung&#8221;, fasst Klose zusammen.</p>
<p>Thomas  Hoffmann sieht gleichwohl das Ende der Limited kommen: &#8220;Das erklärte  Ziel der Politik, der Limited mit der Einführung der UG das Wasser  abzugraben, ist gelungen.&#8221; Hoffmann arbeitet an der Universität Jena an  einem Forschungsprojekt zur UG. &#8220;Die Limited als Geschäftsmodell für  Deutschland hat sich erledigt.&#8221; Er glaubt, dass viele Unternehmen  dauerhaft eine UG bleiben werden. Ein gewisses &#8220;Reputationsmanko&#8221;, wie  bei der UG, treffe im Übrigen auch auf die traditionelle GmbH zu. Banken  und andere Gläubiger sähen persönliche Sicherheiten statt begrenzter  Haftung eben immer lieber.</p>
<p>Dass die UG nicht per  se eine GmbH zweiter Klasse sei, meint hingegen Anwalt Köster belegen zu  können. Ihm lägen Informationen vor, dass die Wirtschaftsauskunftei  Creditreform die UG grundsätzlich nach gleichen Gesichtspunkten bewerte  wie eine GmbH und UGs deutlich besser abschnitten als Limiteds. Das mag  auch daran liegen, dass das durchschnittliche UG-Stammkapital in der  Praxis rund 1.000 Euro beträgt. Auf eine echte 1-Euro-GmbH setzen nach  einer Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK)  nur 12 Prozent.</p>
<p>Link zum Artikel: <a href="http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2010/05/08/a0189">http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2010/05/08/a0189</a></p>


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